Seit meine Mutter gestorben ist, ist Weihnachten bei uns eher ein trauriges Spektaktel. Früher haben wir zusammen gegessen und beschert und vielleicht noch zusammen irgendwelche Brettspiele gespielt. Im Prinzip machen wir das auch noch an Heiligabend so, aber irgendwie ist der ganze Tag von einem trüben Schleier überdeckt. Besonders das Schmücken des Weihnachtsbaumes, welches meine Mutter so gerne in die Hand genommen hatte, ist sehr traurig.
Irgendwie merke ich, dass wir alle kein Bock auf dieses Fest haben, es aber trotzdem machen, weil es sich so gehört. Wir haben das immer so gemacht und auch ohne unsere Mutter machen wir das. Irgendwie ist das so, weil wir die anderen nicht verletzen wollen, obwohl ich sicher bin, dass ich nicht der einzige bin, der spürt, dass alle das nicht wollen. Und es ist so, weil wir alle an diesen Tagen meine Mutter vermissen.
Den ersten Weihnachtsfeiertag und auch den zweiten verbringen wir zwar zuhause, aber irgendwie ist jeder für sich, außer wir begegnen uns zufällig im Haus. Auch dieses Jahr war es so. Gestern Abend schauten wir zwar eine Weile gemeinsam fern, aber mehr war da auch nicht. Irgendwie sind wir alle froh, wenn diese Tage vorbei sind.
Trotzdem muss ich gestehen, dass es schöne Geschenke gab. Mein Bruder und ich haben beide ein neues Handy bekommen – das Samsung Galaxy SII. Mein Bruder hatte schon ein Smartphone, aber für mich ist es das erste. Unser Vater bezahlt uns sogar einen Vertrag, sodass ich jetzt mit dem Handy im Internet surfen kann. Mein Bruder und ich haben zusammengelegt und unserem Vater ein Polo-Hemd von Ralph Lauren gekauft. Das gefiel ihm anscheinend auch. Also waren wir zumindest mit unseren Geschenken sehr zufrieden.
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