Gruppenarbeit in der Schule

Seit ein paar Tagen müssen wir für den Englischunterricht ein Poster in Gruppenarbeit erstellen. Als Außenseiter wurde ich einfach einer Gruppe zugeteilt, die aus drei Mädchen in meiner Klasse besteht. Das sind Nina, Miriam und Mia. Die drei bilden ihre eigene kleine Clique und hängen immer zusammen – einzeln erwischt man sie nie.

Nina ist eine wirkliche kleine, zierliche, süße Maus mit langen, dunkelblonden Haaren. Auffällig sind ihre großen Bambiaugen. Ich glaube, sie entfacht einen Beschützerkomplex bei den Jungs in der Klasse und daher stehen irgendwie alle auf sie. Zuletzt war sie mit einem Typen aus der 10. Klasse zusammen, wie ich mitbekommen habe. Miriam trägt eine Brille und hat eine Zahnspange. Auch sie hat langes Haar, aber es ist dunkler als Ninas. Sie ist auch ziemlich hübsch, wie ich finde, aber ich glaube, die Jungs finden ihre Brille und ihre Zahnspange nicht so toll. Aber sie scheint wirklich witzig zu sein. Bei der Gruppenarbeit bringt sie uns ständig zum Lachen. Die letzte der drei ist Mia. Sie ist eine kleine, etwas pummelige Italienierin mit einem vorlauten Mundwerk. Das liegt wahrscheinlich an ihrem Temperament. Sie zickt ständig mit den Jungs herum, sodass ich vermute, dass sie einfach nur Aufmerksamkeit sucht. Aber so scheint sie auch ganz nett zu sein.

Durch die Gruppenarbeit kam ich jetzt mit diesen drei in Kontakt. Irgendwie taten sie sich mit dem Thema und dem Poster etwas schwer. Englisch ist auch nicht ihre Stärke. Daher muss ich die meiste Arbeit übernehmen. Das beeindruckte sie anscheinend so sehr, dass sie sich mir öffneten. Sie fragten mich total aus und wollten viel über mich wissen. Heute haben sie sogar die großen Pausen mit mir verbracht und mit mir gesprochen. Ich hasse es eigentlich, so im Mittelpunkt zu stehen, aber wenigstens war ich dann nicht wieder alleine. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn wir uns näher anfreunden würden. Aber ich denke, dass das jetzt nur wegen dieser Gruppenarbeit so ist und sie mich danach wieder links liegen lassen. Mal sehen. Ich versuche auf jeden Fall ein bisschen offener zu sein und sie näher kennen zu lernen.

Facebook-Freunde

Gestern habe ich einen ganz mutigen Schritt gewagt. Ich hatte schon von meinem Klassenkamerad Till erzählt, den ich so süß finde. Schon ein paarmal habe ich mir seine Facebook-Seite angeschaut, aber wenn man nicht mit ihm befreundet ist, kann man da nicht viel sehen.

Jetzt muss ich hinzufügen, dass ich auf Facebook nur mit ein paar Mädchen aus der Klasse befreundet bin. Diese haben mich gleich angefragt, als ich neu in die Klasse kam. Aber darüber hinaus haben sie nicht mit mir geschrieben oder so. Ich glaube, sie wollten einfach nur ihre Freundschaftsliste erweitern. Von den Jungs hat mich bisher keiner angefragt und ich habe mich auch nicht getraut, sie anzufragen.

Aber gestern habe ich mich einfach mal getraut, Till anzufragen und erhoffte mir, dass er mich annimmt. Falls er mich darauf ansprechen würde, hatte ich mir die Ausrede parat gelegt, dass ich auch so jemand bin, der seine Freundesliste erweitern will. Natürlich habe ich zum Alibi auch gleich alle anderen Klassemkameraden hinzugefügt, die ich finden konnte. Und siehe da – die meisten haben mich auch angenommen, darunter auch TILL! Ich habe mich so gefreut.

Sofort habe ich mich auf seinem Profil umgeschaut. Besonders haben mich seine Fotos interessiert. Und die haben mich umgehauen. Er hat nämlich auch Urlaubsfotos online, auf denen er am Strand in Badehose zu sehen ist. Natürlich trägt er – wie heutzutage üblich – weite Badeshorts. Aber seinen Körper kann man darauf betrachten. Da gerate ich völlig ins Schwärmen.

Aber es gibt auch einige Fotos, auf denen er mit Mädchen zu sehen ist. Ich nehme an, darunter sind auch einige Ex-Freundinnen von ihm. Zurzeit ist er wohl solo, wie ich das mitbekommen habe. Manchmal sind auch andere meiner Klassenkameraden auf den Fotos. Sie sind dann auch verlinkt. Die Profile von Max, Simon und Justin habe ich mir auch angesehen. Die drei haben auch ein paar nette Fotos. Simon hat auch ein Foto, auf dem er wohl mit seinem älteren Bruder zu sehen ist. Der scheint auch ein heißer Typ zu sein.

Wie gerne wäre ich mit ihnen auch im wirklichen Leben befreundet… Am liebsten würde ich sie anschreiben. Aber ich denke, ich werde jetzt einfach mal hin und wieder ein paar Posts von ihnen liken. Vielleicht bemerken sie das ja. Ich darf nur nicht zu auffällig sein.

Meine Klasse

Meine Klassenkameraden sind eigentlich ganz nett. Es hätte mich schlimmer treffen können, als ich neu auf die Schule gekommen bin. Zwar war ich vorher noch nie in einer solchen Siutation, aber ich stelle mir vor, dass man sich das schlimmste ausmalt. So war es jedenfalls bei mir. Ich dachte, ich werde zum Außenseiter und Mobbing-Opfer. Ich stellte mir die schlimmsten Hänseleien von „Homo“ bis „Schwuchtel“ vor, wenn sie eventuell bemerken würden, dass ich schwul bin. Dabei bemühe ich mich stets, sehr männlich zu wirken und lege zum Beispiel meine Beine nicht so tuntig übereinander.

Aber meine Sorgen hatten sich nicht bestätigt. Meine Klassenkameraden sind eigentlich ganz nett. Wie schon mal erwähnt, vermute ich, dass meine Klassenlehrerin ihnen von dem Tod meiner Mutter erzählt haben muss. Denn sie lassen mich in Ruhe und sind ansonsten recht freundlich. Wenn es um schulische Angelegenheit geht, behandeln sie mich auch ganz normal. Wenn wir zum Beispiel eine Parnterarbeit machen, behandelt mich niemand komisch, sondern arbeitet ganz normal mit mir zusammen. Aber darüber hinaus werde ich einfach links liegen gelassen. Die Pause verbringe ich meist alleine. Dann setze ich mich in die Pausenhalle und lese in meinem Buch.

Als ich in die Klasse kam, fielen mir natürlich zuallererst die Jungs auf. In meiner Klasse sind wir 26 Schüler, davon sind 14 Jungen. Darunter sind wiederum ein paar, die ich nicht sonderlich attraktiv finde, wie den dicken Lukas oder Aarif, den Pakistaner. Aber in meiner Klasse sind auch heiße Typen. Ganz oben steht da natürlich Till. Seit ich seinen Pimmel gesehen habe, finde ich ihn noch besser. Aber vorher fand ich ihn auch schon total heiß. Er ist sehr sportlich und hat so lange blonde Haare wie ein typischer Surfer-Boy. Besonders gefallen mir seine blauen, strahlenden Augen und seine schneeweißen Zähne. Ich stehe auf gepflegte Zähne und er hat die weißesten, die ich je gesehen habe. Jetzt wird es hier richtig gay, aber ich finde ihn einfach zum Dahinschmelzen.

Aber Max, Simon und Justin sind auch sehr hübsch. Wenn einer von ihnen mich ansprechen würde, wäre ich der glücklichste Mensch auf der Welt. Aber das tut ja keiner. Auch die Mädchen nicht. Sie lassen mich einfach in Ruhe und ich denke, sie sind der Meinung, ich würde noch immer trauern. Ich frage mich, wie ich ihnen zeigen kann, dass sie mich nicht so in Watte packen müssen. Wenn ich ein wenig offener wäre und auf sie zugehen würde, würde ich vielleicht mit jemanden Freundschaft schließen können. Aber solange ich so verschlossen bin, verbringe ich meine großen Pausen weiterhin allein.

Sportunterricht

Heute hatten wir wieder Sport in der Schule. Das ist ein Fach, dass ich gleichzeitig hasse, aber auch liebe. Ich habe vorher Angst, obwohl ich mich auch sehr freue – besonders jetzt an meiner neuen Schule.

Wir sind in Kurse aufgeteilt und ich bin im Badminton-Kurs in diesem Halbjahr. Außerdem haben wir Jungs getrennt Unterricht von den Mädels. Da ich auf einer Gesamtschule bin, heißt das, wir haben mit Haupt- und Realschülern gemeinsam Sportunterricht. Und das ist auch der Grund, warum ich Angst habe, mich aber auch gleichzeitig freue.

Im Hauptschulzweig sind einige richtige Assis auf meiner Schule – richtige Prolleten und Machos. Drei von ihnen sind in meinem Sportkurs – Ali, Ahmed und Mehmet. Die drei beleidigen nur und sind für ihre Agressivität bekannt. Wenn es eine Schlägerei bei uns auf der Schule gibt, ist mindestens einer von den dreien daran beteiligt. Deshalb habe ich total Angst vor ihnen. Wenn die herausfinden oder nur ahnen, dass ich schwul bin, kann ich mich auf etwas gefasst machen. Ich glaube, man könnte mich dann ins Krankenhaus einliefern lassen.

Auf der anderen Seite finde ich sie total heiß. Alle drei sehen gut aus und haben einen wirklich durchtrainierten Body. Davon abgsehen machen sie in der Jungenumkleide immer nur scheiße und schämen sich nicht, ihre Hosen runter zu lassen. Wenn sie sich umziehen, machen sie sich immer komplett nackt und machen Späße mit ihren Pimmeln. Sie nehmen sie beispielsweise in die Hand und lassen sie wie Propeller kreisen. Sie hauen sich auch gegenseitig damit oder fassen sich gegenseitig an – natürlich mit schlaffen Pimmel und nicht steif. Aber trotzdem macht das mich an und wenn ich zuhause bin, denke ich beim Wichsen immer daran. In der Schule muss ich immer aufpassen, sie nicht anzustarren, weil sie ja merken könnten, dass ich schwul bin.

Heute haben sie damit angefangen sich gegenseitig, aber auch uns anderen Jungs die Hose runterzuziehen – nicht nur in der Umkleide, sondern auch in der Sporthalle. Jetzt habe ich Angst, dass ich sie mir die Hose runter ziehen und ich dann einen Steifen bekomme oder so. Das Gute daran ist, dass ich jetzt auch den ein oder anderen Pimmel der anderen Jungs gesehen habe. So habe ich gesehen, dass mein Klassenkamerad Till einen richtig langen hat, auch wenn er schlaff war. Die drei Hauptschüler haben gejolt, als sie seinen gesehen haben. Sie haben auch keine kleinen Pimmel, aber ich glaube, Tills Penis wirkt wegen seiner Vorhaut noch mal größer. Ali, Ahmet und Mehmet sind ja beschnitten und Till nicht. Ich muss zugeben, dass ich unbeschnittene Pimmel lieber mag.

Nun bin ich total aufgeregt darüber, dass ich Tills Pimmel gesehen habe. Ich muss die ganze Zeit an ihn denken und würde ihn gerne auch steif sehen. Ich hoffe, ich kann nächsten Mittwoch wieder einen Blick auf ihn werfen. Aber die Jungs dürfen nicht merken, wie ich ticke. Hoffentlich schöpft keiner Verdacht.

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